Lebendig, Leben, Lernen

Bericht zum Theaterstück der 8. Klasse an der FWO

Bunt war der Auftakt zum frostigen Märchenklassiker „Die Schneekönigin“ von Hans Christian Andersen, den die 8. Klasse der Freien Waldorfschule Oberberg am vergangenen Wochenende ihren Theatergästen präsentierte. Die Geschichte um die Schneekönigin, Herrscherin im Eis, mit kalter Hand und hartem Herz, nahm auf der Schulbühne in farbenstarken Kostümen vor fantasiereicher Kulisse einen ungekannten Lauf:

Gerda, Findelkind inmitten einer Truppe desillusionierter Gaukler soll durch eine märchenhafte Erzählung von ihrem eigenen Schicksal abgelenkt werden. Hier entspinnt sich die Geschichte in der Geschichte, denn das Märchen der Schneekönigin, das Gerda von einer Wahrsagerin erzählt wird, scheint Gerdas eigenes Leben zu spiegeln. Das bekannte Märchen nimmt in dieser Szene seinen Faden auf. Kai, der gemeinsam mit Gerda aufwächst, wird von der knabenhaft durchtriebenen Schneekönigin verzaubert. Kais Wesensveränderung wird schnell an seinem groben und verletzenden Verhalten spürbar, das sprachlich unserer modernen Zeit zu entspringen scheint. Kai geht mit der Schneekönigin mit. Und Gerda, im roten Kleid und im festen Glauben an das Gute und die Wahrheit, macht sich auf die Suche. Sie trifft auf einen König, der – schön überzogen dargestellt – regiert, wo es nichts zu regieren gibt. Und er richtet willkürlich über die Räuber, die unbedarft in ihren Rollenmustern gefangen sind. So muss Gerda einige Prüfungen überstehen. Doch mit Hilfe zweier verliebter Raben, in die sich auch das Publikum verliebte, gelingt es ihr am Ende, Kai zu retten.

Die Figur Gerda wurde durch fünf junge Schauspielerinnen verkörpert, die abwechselnd szenisch in die Rolle im roten Kleid schlüpften. Jede von ihnen spielte Gerda mit viel Herz, Verstand, einer großen Portion Leichtigkeit und frohem Mut. Genau diese wunderbaren Eigenschaften stehen offenbar für die gesamte 8.Klasse, die gemeinsam mit dem Theaterregisseur Marcus Lachmann das Märchen neu aufgerollt und in ein bezauberndes Theaterstück verwandelt hat. Dabei gelingt es dem jungen Klassenensemble auch kritisch auf unsere Zeit zu blicken. Denn immer wieder werden die handelnden Personen von profitgierigen Schergen getäuscht, die im Verlauf der Erzählung subtil versuchen, sich zu bereichern und Vorteile zu verschaffen. Und erst, wenn ihnen dies nicht gelingt, setzt das Märchen ein, mit den ihm eigenen Mitteln der Zauberei und des Verwünschens. Doch am Ende gewinnen Hoffnung, Gerechtigkeit und Herzensmut, ganz wie im richtigen Leben. Das Publikum war begeistert und hofft auf das Ende des Winters in so manchen Herzen und auch draußen vor der Theatertür. (aw)

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