Lebendig, Leben, Lernen

„In jedem Jahr tauchen immer wieder ähnliche Persönlichkeiten auf“, so Klassenlehrer  Herr Dr. Neusser, „aber auch der fünfte oder sechste Vortrag über Lady Di langweilt mich nicht, weil jeder Schüler andere Schwerpunkte setzt.“ Am 26. Und 27.Januar 2018 wurden die Biografiearbeiten der 8. Klasse vorgestellt. Schon bevor es losging, konnte man aufgeregte junge Menschen im Treppenhaus erleben, die sich gegenseitig beruhigen wollten und dann doch nicht so recht wussten, wohin mit sich selbst und ihrem Lampenfieber.

„Wohin mit mir?“ Das ist für die Schüler der 8.Klasse sicherlich eine Frage, die sie sich bewusst oder unbewusst am Ende ihres zweiten Jahrsiebt immer öfter stellen. Die Biografiearbeit setzt genau dort an. Denn wer sich mit dem Leben anderer so intensiv beschäftigt, lernt dabei auch etwas für das eigene Leben, zumindest über mögliche Lebenswege, über Scheitern und Wiederaufstehen.

Die diesjährige 8.Klasse hat selbst schon eine besondere Biografie vorzuweisen. Die jungen Schüler mussten gemeinsam schon schmerzlich Abschied nehmen und Neuanfänge wagen, aber man hat das Gefühl, dass die Lehrerwechsel diese Klasse vielleicht sogar noch stärker gemacht haben. Es ist eine Gruppe junger Menschen, die fest zusammen steht. Das hat jeder Einzelne von ihnen mit besonders großem Applaus aus den letzten Reihen, in denen die Klasse beisammen saß, zu spüren bekommen.

Und so gab es auch in diesem Jahr bemerkenswerte künstlerische Werke in Wort, Bild, dargebotener Musik und in verschiedenster anderer kreativer Form zu bestaunen. Mit dem Modell der Tesla-Spule wollten alle mal Energie erzeugen; Coco Chanel hätte ihre Tasche in so umwerfender Kuchenform geliebt;  wie es aussah, als Forscherin Mary Kingsley in Afrika ankam, zeigte ein liebevoll detailliert gebautes Modell – und für Boxlegende  Rubin „Hurricane“ Carter hätten wir mit dem großen Transparent sofort auf die Strasse gehen und unsere Stimme erheben können –  um nur einige Beispiele zu nennen.

Wie unterschiedlich die eigenen Interessen und Leidenschaften der Schüler sind, zeigt die vielfältige Auswahl von Personen aus Kultur, Gesellschaft, Politik und Sport – oder aus der eigenen Familie. Die Lebensgeschichte von Herrn Tschisma hat sicherlich auf ganz eigene Weise berührt, da es bei diesem Vortrag nicht nur um Respekt und Begeisterung ging, sondern auch um die Liebe eines Enkels zu seinem Großvater.  Letztendlich eint alle Portraitierten ihre Leidenschaft, ihr Mut, ihre Courage und oft auch ein scheinbar unumstößlicher Glaube an sich selbst und die eigenen Fähigkeiten.

Und genau das hilft den jungen Menschen vielleicht ein bisschen bei der Frage „Wohin mit mir?“ – erstmal hinaus ins Leben, mit genau der Begeisterung, Stärke und Neugier, mit der ihr die Vorträge gehalten habt!

Großartig! mc (06.02.2018)

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